Knüller der Woche

Eine öffentliche Privatsammlung
Ramones Museum Berlin
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Ramones Museum Berlin

Krausnickstraße 23

10115 Berlin - Mitte

Kategorie: Konzert


Museum & Galerie


Wieso bekommt eine Band aus den USA ein eigenes Museum in Berlin? Die Antwort sieht so aus: Flo Hayler ist ein großer Fan der Band The Ramones und hat im Lauf seiner Fan-Karriere eine große Sammlung an Erinnerungsstücken angehäuft.

Er hat diese auf Konzerten mitgenommen, auf Sammlermessen teuer erstanden und einige private Gegenstände hat er von den Musikern selbst bekommen. Nach 18 Jahren Sammlerwut drohten die Andenken mit der Übernahme der Wohnung und Haylers damalige Freundin mit der Entsorgung der Fan-Artikel. Um seine Schätze zu retten und mit anderen Interessierten teilen zu können, eröffnete Hayler im Jahr 2005 in Kreuzberg das Ramones Museum Berlin. Auf Grund der Beschwerlichkeiten der Berliner Immobilienwelt musste das Museum zwei Jahr später schließen, wurde aber im Oktober 2008 an neuer Stelle wiedereröffnet.

Falls Sie die Ramones nicht kennen, hier ein kleiner Exkurs: Die Band wurde 1974 im New Yorker Stadtteil Queens gegründet und gilt gemeinhin als Begründer der Punkrock-Musik. Neben schwarzen Lederjacken, engen Jeans und ausgewachsenen Pilzkopffrisuren waren die Künstlernamen der Band das Markenzeichen der Gruppe. Den Namen ‚Ramone‘ hatte Bassist und Gründungsmitglied Dee Dee auserkoren. Er wurde schließlich von allen Mitgliedern übernommen. Der Name spielt auf ein Pseudonym an, das Paul McCartney in den 1960er Jahren benutzte. In 22 Jahren Bandgeschichte gab es insgesamt acht verschiedene ‚Ramones‘, die 14 Studioalben veröffentlichten und mehr als 1.800 Konzerte gaben. Bis heute ließen sich unzählige Bands von den Ramones beeinflussen.

Museum, Café, Konzertraum und Kino in einem

Doch zurück zum Museum. Dessen Vorraum wird eingenommen vom Café Mania, das wie ein gemütliches, altmodisches Wohnzimmer anmutet. Der Tresen des Cafés ist gleichzeitig die Kasse des Museums und des dazugehörigen Souvenirladens. Beim Bezahlen erhält man einen kostenlosen Anstecker sowie eine Karte mit Infos zur Band und dann kann man sich in die Ausstellung stürzen. Diese könnte Sie aus zwei Gründen anfangs etwas verwirren. Erstens sind sämtliche Texte und Beschreibungen im Museum nur in englischer Sprache verfasst. Zweitens werden auf recht kleinem Raum sehr viele Ausstellungs- und Erinnerungsstücke präsentiert, die auf den ersten Blick keiner ersichtlichen Ordnung unterliegen – Punk eben. Beim genaueren Hinsehen lassen sich dann aber thematische Hinweise wie Jahreszahlen oder die Namen einzelner Mitglieder erspähen. Auf jeden Fall gibt es in der Ausstellung unglaublich viel zu entdecken: von Eintrittskarten, Plakaten, Zeitungsartikeln und jeder Menge Fotos über merkwürdige Fanartikel wie eine Frisbee-Scheibe hin zu hochpersönlichen Dinge wie einer getragenen, signierten Lederjacke und ausgelatschten Converse-Schuhen.

Das Museum bietet aber mehr als „nur“ eine Ansammlung von Erinnerungsstücken. So kann man sich auch die 108-minütige Dokumentation „End of the Century“ in einem gemütlichen Mini-Kino ansehen oder in der Leseecke noch mehr über die Ramones und Punk im Allgemeinen erfahren. Zusätzlich werden im Museum auch in unregelmäßigen Abständen kostenlose Akustik-Konzerte und Filmvorführungen veranstaltet. Auf jeden Fall kann man im Ramones Museum Berlin weit mehr Zeit verbringen, als die recht geringe Größe der Räumlichkeiten am Anfang vermuten lässt.

von aha-townster

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Das Ramones Museum ist Pflichtprogramm für alle nur halbwegs an Punk interessierten Leute. Sehr, sehr familiäre...
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Ramones Museum Berlin